Fünf Assetklassen, die du kennen solltest!

Assetklassen

Assetklassen

Es existieren unterschiedliche Assetklassen, auch Anlageklassen genannt, die du als Privatanleger kennen solltest.

Warum solltest du diese Assetklassen kennen, fragst du dich jetzt vielleicht? Nun ja, jede Assetklasse hat auf Grund ihrer völlig individuellen Eigenschaften verschiedene Vor- und Nachteile im Vergleich zu anderen Assetklassen. Deshalb eignen sich spezifische Assetklassen mehr für eine bestimmte Strategie, Situation oder ein Finanz-Portfolio, als dies andere tun.

In meinem Beitrag „Korrelation zwischen Assetklassen“ habe ich bereits erklärt, wie wichtig beispielsweise ein tiefes Wissen im Hinblick auf die verschiedenen Assetklassen ist, um ein Portfolio mit a) minimalen Risiko sowie b) maximalen Rendite zu konstruieren.

Um es kurz zu halten: Die Korrelation zwischen Assetklassen ist für ein Portfolio, bestehend aus verschiedenen Assetklassen immens wichtig. Denn zwischen unterschiedlichen Assetklassen, existieren individuelle wechselseitige Beziehungen.

Heißt auf Deutsch: Steigen beispielsweise die Kurse von Aktien, sinken/stagnieren oftmals die Kurse von Anleihen und vice versa. Logischerweise kann man sich diesen Effekt sehr gut für das eigene Portfolio zu Nutzen machen.

Das erste Mal aufmerksam auf das Thema Assetklassen, bin ich durch das großartige Buch von William J. Bernstein, Die intelligente Asset Allocation, geworden.

Amazon-Link

 

Dieses Buch kann ich dir aller wärmstens empfehlen. Ich habe zu diesem Finanzbuch ebenfalls eine Rezension auf meinem Blog geschrieben. In seinem Buch geht Bernstein auf das Thema Assetklassen ebenfalls sehr anschaulich ein.

Im heutigen Blog-Beitrag möchte ich auf die aus meiner Sicht relevantesten Assetklassen eingehen.

 

Die gängigsten Assetklassen im Überblick

Immobilien:

In die Assetklasse Immobilien, fallen sogenannte standortabhängige Wohnobjekte.

Für viele Deutsche stellen Immobilien wohl die beliebteste Assetklasse dar, in die sie ihr Geld investieren. Immobilien können einerseits rein der eigenen Nutzung dienen, andererseits können sie natürlich auch vermietet werden, um so ein zusätzliches Einkommen zu generieren. Natürlich können Immobilien auch verkauft werden. Auf diese Weise können z.B. Gewinne durch zeitliche Wertsteigerungen oder aber Sanierungen generiert werden.

Es gibt in Deutschland keine Assetklasse, über die so viel geredet, geschwärmt und geschwafelt wird, wie die Immobilie. Denn gerade für Privatanleger, die nur Kapital für eine einzelne Immobilie aufbringen können, birgt diese Assetklasse logischerweise ein riesiges Klumpenrisiko.

Hinzu kommt, dass es diverse anerkannte Studien gibt, die belegen, dass Immobilien, insbesondere für Privatanleger, längst nicht so rentabel sind, wie dies immer angepriesen wird.

Es existieren zu Direktinvestitionen in Immobilien einige weitere sehr interessante Möglichkeiten. Beispielsweise REITs (sog. Real Estate Investment Trusts) oder Immobilien-Crowdinvesting Plattformen.

Immobilien-Crowdinvesting mit BERGFÃ?RST

Werbung

Beide finde ich mittlerweile mindestens genauso interessant wie die Direkt-Investments in Immobilien. Denn sie ermöglichen Anleger, mit deutlich geringeren Kapitaleinsatz in ein breit diversifiziertes Immobilien-Portfolio zu investieren.

 

Aktien:

Aktien sind sogenannte Unternehmensbeteiligungen. Durch den Kauf einer Aktie, erwirbst du einen Teil eines Unternehmens mit deinem eingesetzten Kapital. Im Gegensatz zu einer Anleihe, hat der Besitzer einer Aktie keinen Anspruch auf die volle Rückzahlung seines eingesetzten Kapitals. Als Miteigentümer eines Unternehmens trägst du natürlich auch anteilig die Risiken und Chancen am Misserfolg oder Erfolg des jeweiligen Business.

Merke: Langfristig folgt der Kurs einer Aktie immer dem Unternehmensgewinn!

Börsennotierte Unternehmen verschaffen sich durch die Ausgabe von Aktien Liquidität, um sein Geschäftsfeld zu erweitern oder seine Existenz zu sichern.

Ja richtig, wenn du genug Geld hättest, könntest du über Aktien Unternehmen gänzlich aufkaufen – siehe Warren Buffet.

Es gibt unterschiedlichste Aktien-Typen, zwischen denen man klassischer Weise differenzieren kann:

  • Schwellenländeraktie
  • Value-Aktien
  • Nebenwert-Aktien
  • Growth-Aktien
  • Zyklische Aktien
  • Blue Chips

Aktien sind eine Assetklasse, durch die du auf zwei Wege Geld verdienen kannst. Einerseits durch Kursgewinne (Zinseszins) und andererseits durch Dividenden (Dividenden sind Teile des Unternehmens-Gewinns, die einige Unternehmen an ihre Aktionäre, quasi als Belohnung für die bereitgestellte Liquidität, ausschütten).

Aktien sind insbesondere langfristig gesehen, eine der rentabelsten Assetklassen. Als Assetklasse weisen Aktien demnach ein hohes Risiko-Rendite Verhältnis aus.

Im Folgenden die Renditen einiger gängiger Anlageklassen seit 1975 (durchschnittliche & inflationsbereinigte Jahresrenditen von 1975 bis 2014!)

 

Aktien

Anleihen

Immobilien

Rohstoffe

Gold

 

MSCI World Index

Mittelfr. Staatsanleihen

Globale Immobilien-Aktien

Rohstoff-Futures

Goldpreis

Rendite p.a. 1975 – 2014

7,4 %

4,3 %

8,3 %

1,3 %

1,2 %

Volatilität 1988 bis 2014

20,6 %

4,7 %

21,5 %

27,4 %

15,3 %

 (Quelle: Gerd Kommer: Souverän Investieren mit Indexfonds & ETFs, 5. Auflage, S. 213)

 

Anleihen:

Anleihen sind sogenannte verzinsliche Wertpapiere. Sie dienen dem Kreditor (dem Geld aufnehmenden, z.B. der Staat oder ein Unternehmen) zur langfristigen Fremdfinanzierung. Der Gläubiger erwirbt durch den Kauf der Anleihen ein Recht auf eine Rückzahlung seines bezahlten Kapitals zuzüglich Zinsen.

Es existieren unterschiedliche Anleihe-formen:

  • Wandelanleihen
  • Unternehmensanleihen
  • Pfandbriefe
  • Staatsanleihen
  • Inflationsgesicherte Anleihen

Gerade in Niedrigzinsphasen, wie der momentanen, gehören Anleihen nicht zu rentablen Assetklassen. Dafür ist die verzinste Rückzahlung bei Anleihen garantiert. Ferner gilt, je länger deine Anleihen laufen, desto höher ist die Verzinsung.

Anleihen werden ebenfalls ganz normal an der Börse gehandelt. Im Gegenteil zu Aktien, wirst du als Anleihen-Investor jedoch nicht zum Anteilsinhaber eines Unternehmens.

 

Spareinlagen:

Hier kann zwischen Tages- und Festgeld differenziert werden. Beide Formen sind in der Regel Einlagen bei Kreditinstituten bzw. Banken.

Tagesgeld weist eine hohe Verfügbarkeit auf, wohingegen Festgeld nicht täglich unbegrenzt verfügbar ist.

Dadurch, dass das Festgeld als Kapital langfristiger gebunden ist, ist die Verzinsung hier normalerweise höher als beim Tagesgeld (wobei die Verzinsung seit Jahren extrem niedrig, nämlich nahe Null liegt).

 

Rohstoffe:

Klassische Rohstoffe sind beispielsweise Edelmetalle wir Gold, Silber, Agrargüter, Holz oder Öl.

Heutzutage kannst du eigentlich jeden Rohstoff an entsprechenden Börsen handeln. In einem breit diversifizierten Portfolio sollte nach gängiger Meinung auch ein Anteil von Rohstoffen, wie beispielsweise Gold und/oder Silber, enthalten sein.

Dieser Anteil sollte aufgrund eines möglichen Klumpenrisikos jedoch nicht zu groß sein.

In Vergangenheit hat insbesondere Gold vielen Portfolios in schweren Zeiten ansehnliche Renditen geliefert.

 

Fazit Assetklassen

Wenn du dir ein breit diversifiziertes Portfolio konstruieren möchtest, solltest du dich im Vorfeld dringend mit den verschieden Assetklassen auseinandersetzen.

Jede Assetklasse hat unterschiedliche Vor und Nachteile sowie Eigenschaften.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass 90% deiner Rendite bzw. deines Anlageerfolgs von der richtigen Diversifikation deines Portfolios abhängt. Nicht vom Timing, und auch nicht von den einzelnen Titeln.

Insbesondere die Korrelation, das heißt die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Assetklassen in deinem Portfolio ist enorm wichtig für deine effektive Rendite. Je niedriger der sogenannte Korrelationskoeffizient ,zwischen den in deinem Portfolio enthalten Assetklassen ist, desto besser!

Banner Exporo

Werbung

Written by Tommi