Investieren in zyklische Unternehmen

Investieren in zyklische Unternehmen

Investieren in zyklische Unternehmen

Heute möchte ich euch zeigen, wie ich in sogenannte zyklische Unternehmen investiere und damit attraktive Renditen zwischen 15 und 30% generiere.

Zyklische Unternehmen sind per Definition insbesondere solche Unternehmen, deren Kurs in regelmäßigen Abständen stark schwankt. Oft sind diese Unternehmen stark abhängig von der Konjunktur eines Landes oder der Weltwirtschaft.

Zu den zyklischen Branchen gehören beispielsweise das Baugewerbe, Rohstoffe oder die Automobilindustrie.

 

Was sind Einflussfaktoren auf zyklische Unternehmen?

Es existieren unterschiedlichste Einflussfaktoren, die dazu führen, dass ein Unternehmen als Zykler identifiziert werden kann. Grob kann man aus meiner Sicht zwischen internen und externen Einflussfaktoren differenzieren.

Um einige wenige zu nennen:

Interne Einflussfaktoren von Zyklern:

  • die eigene Produktlebenszyklen
  • Innovativität eines Unternehmens

Externe Einflussfaktoren von Zyklern:

  • Wirtschaftskrisen/Rezessionen
  • saisonale Abhängigkeiten des Geschäfts (z.B. Sommer oder Weihnachten)

 

Wie bin ich auf zyklische Unternehmen aufmerksam geworden?

Das erste Mal aufmerksam geworden auf das Konstrukt der zyklischen Unternehmen, bin ich durch das Buch, „ONE UP ON WALLSTREET“ von einem meiner absoluten Lieblings-Investoren, Peter Lynch.

Über dieses Buch habe ich bereits eine sehr ausführliche Rezension auf meinem Blog geschrieben. Ich kann dir das Buch nur wärmstens ans Herz legen – ein absolutes Meisterstück.

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Ich habe es bereits dreimal gelesen und habe immer noch nicht das Gefühl, dass es langweilig wäre, es noch ein paar weitere Male zu lesen. Denn bis dato habe ich bei jedem Mal Lesen ein paar neue interessante und hilfreiche Informationen sowie Gedanken mitnehmen können.

 

Warum sind zyklische Unternehmen zum Investieren so interessant?

Aufgrund ihrer starken Volatilität eignen sich zyklische Unternehmen aus meiner Sicht nicht wirklich für langfristige Investoren. Zumindest nicht für Investoren, die auf Kursgewinne aus sind oder Dividenden-orientiert investieren. 

Aus meiner Sicht eignen sich Zykler vielmehr zum Investieren für einen kürzeren Zeitraum. Lynch empfiehlt einen Upswing von 20 – 30% mitzunehmen, und dann direkt komplett auszusteigen – und genauso investiere ich in zyklische Unternehmen.

Auch Lynch betont, dass man über Investments in zyklische Unternehmen beträchtliche Vermögen anhäufen kann. Denn mehrmals 20 – 30 % Rendite hintereinander zu machen, wird sich irgendwann finanziell sehr positiv bemerkbar machen.

 

Wie lange hält man zyklische Unternehmen?

Eine berechtigte und vor allem interessante Frage, auf die es leider, wie hätte es anders sein können, keine einzelne und komplett befriedigende Antwort gibt.  

Jedes Unternehmen weist andere zyklische Eigenschaften auf. Dies ist logischerweise stark abhängig von unterschiedlichsten Faktoren wie der Branche, dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sowie diversen weiteren Faktoren.

Ich bin bis jetzt immer gut damit gefahren, Geduld beim Einstieg zu haben und auf einen wirklich tiefen Kurs zu warten und dann auf keinen Fall gierig während des Upswings zu werden.

Wie heißt es so schön: Lieber den Spatzen in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

Vor dem Investieren in zyklischen Unternehmen, sollte man sich dieses Prinzip aus meiner Sicht im Vorfeld mental gründlich eingetrichtert haben

Selbst 15 – 20% Rendite nehme ich in der Regel dankend und glücklich mit.

Wie bei vielen Investitionen sind Risiko und Ungewissheit auch beim Investieren in zyklische Unternehmen alles andere als gering.  

 

Welche Industrien sind typisch für zyklische Unternehmen?

Besonders zyklische Branchen sind beispielsweise die Automobilbranche oder die Luftfahrtbranche.

Es gibt ein paar weitere Industrien, die starke zyklische Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise die Schifffahrts- oder auch Immobilienbranche. Seid neugierig und schaut euch verschiedene Branchen genauer an – denn das kann sich lohnen!

 

Zwei Beispiele für Parade-Zykler:

Als erstes schauen wir uns mal Daimler an. Das Diagramm veranschaulicht sehr deutlich den extrem volatilen Kurs seit 1995.

Daimler seit 1995 - von Google entnommen

Daimler seit 1995 – von Google entnommen

Wir können diesem Diagramm wunderbar entnehmen, dass wir momentan, historisch gesehen, einen sehr niedrigen Kurs haben. Unter Umständen eine sehr, sehr interessante Option für ein Engagement.

Seinen absoluten Tiefpunkt hat Daimler augenscheinlich während der Finanzkrise 2008-2009.

Der einzige Grund, warum ich keine Daimler Aktien kaufe ist, dass mir die Automobilindustrie insgesamt arge Bauchschmerzen bereitet. Diese Industrie durchläuft aus meiner Sicht derzeit einem, wenn auch sehr interessanten, intensiven Wandel mit höchst ungewissen Ausgang. Zu unsicher sind für mich derzeit die Aussichten. Autofahren wird immer „uncooler“. Fahrrad, Laufen und E-Produkte werden immer angesagter.

Aber vielleicht ist meine Wahrnehmung hier auch falsch und ich bin an dieser Stelle zu ängstlich.

Eine weitere Industrie, die besonders zyklisch ist, ist die Luftfahrt. Hier sind beispielsweise Lufthansa und auch Airbus prima Beispiele.

Schauen wir uns doch mal Airbus an (In die ich momentan übrigens sehr kräftig investiere).

Wie auch bei Daimler schauen wir uns den maximal möglichen historischen Kursverlauf an. Im Falle Airbus seit 1996.

Airbus seit 1996 - von Google entnommen

Airbus seit 1996 – von Google entnommen

Auch Airbus ist ein überaus schönes Exemplar eines zyklischen Unternehmens.

Warum ich derzeit in Airbus investiere, wird grundsätzlich durch drei recht banale Faktoren gerechtfertigt.

  • Die Dividende: Airbus zahlt eine, wenn auch nicht besonders attraktive Dividende.
  • Die Fundamentals: Airbus ist finanziell sehr solide aufgestellt.
  • Die Zukunftsaussicht: Die Perspektive der Luftfahrt, ist für mich deutlich rosiger, als die der Automobilbranche

Der Plan bei Airbus: Ich werde Airbus solange versuchen zu halten, bis diese 20 – 40 % generiert haben und dann wieder abstoßen. 

Meine Vermutung ist, dass Airbus einen relativ starken Upswing haben wird. Ich habe einige gute Freunde, die bei Airbus arbeiten. Alle bestätigen mir, dass es dem Unternehmen nach wie vor sehr gut geht und die Auftragsbücher voll sind.

Der momentane Einstieg scheint sich aus meiner Sicht extrem anzubieten. Denn die Luftfahrt wurde durch Corona extrem in Mitleidenschaft gezogen. Und zwar direkt. Sollte der Verkehr in der Zukunft wieder weltweit aufgenommen werden, gehe ich von einem relativ dynamischen Upswing aus – hoffentlich. Denn der würde finanziell für mich mehr als schmecken.

 

Was für MICH keine zyklischen Werte sind

Zum Thema „Zyklische Werte“ habe ich viele Artikel gesehen, in denen Werte wie Nestle, Unilever oder Procter & Gamble als zyklische Werte kategorisiert wurden – Das sehe ich nicht so.

Eine gewisse Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunktur weisen viele Unternehmen auf, dennoch ist die langfristige Entwicklung dieser Unternehmen sehr konstant positiv.

Jedes Unternehmen hat hier und da ein paar Einbrüche. Wenn man solche vergleichsweise minimalen Einbrüche, als Indikator für ein zyklisches Unternehmen würde, wäre jedes Unternehmen ein Zykler.

Siehe als Beispiel Nestle:

Nestle seit 2004 - entnommen von Google

Nestle seit 2004 – entnommen von Google

Wer hier von einem Zykler spricht und auch so investiert, der hat eine leicht divergierende Definition vom Investieren in zyklische Werte im Vergleich zu der meinen.

 

Fazit

Ich hoffe ich konnte dir einige interessante Fakten rund um das Thema „Investieren in zyklische Unternehmen“ liefern.

Für mich sind und werden hoffentlich auch zukünftig, zyklische Unternehmen eine spannende und rentable Alternative sein, zu investieren.

Realistische Renditen zwischen 15 und 30 % nehme ich sehr gern mit. Denn kumuliert, können die nach einiger Zeit einen beträchtlichen Betrag ausmachen und dein Portfolio finanziell gut pushen.

Wenn du jedoch ein langfristiger Investor bist, der sich möglichst wenig mit seinem Portfolio auseinandersetzen und sich auf Dividenden ausschüttende Werte konzentrieren möchte, würde ich dir von stark zyklischen Unternehmen bzw. Branchen stark abraten!

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Hinweis: Dies ist keine Anlageberatung, sondern lediglich meine eigene Meinung. Informiert euch selbst gründlich, denn ich kann mich irren.

Written by Tommi