Ratgeber: Das sind die Kostenfallen bei Krediten

Kostenfallen bei Krediten

Kostenfallen bei Krediten

Im heutigen Gastbeitrag vom Finanzvergleichsportal financer, wird uns erklärt, was die wahren Kostenfallen bei Krediten sind.

Wusstest du, dass in Deutschland im vergangenen Jahr 7,2 Millionen Kreditverträge abgeschlossen wurden? Die meisten Menschen hierzulande nehmen einen Kredit für den Kauf eines Autos oder die Finanzierung von Möbeln auf – häufig in höheren Summen. Einen Kredit aufzunehmen sollte keine leichtfertige Entscheidung sein und der Verbraucher sollte sich vor dieser Entscheidung genauestens mit den Konditionen eines Kredites auseinandersetzen.

Kleingedrucktes muss gelesen werden, denn in Kreditverträgen lauern häufig Klauseln oder Zusatzoptionen, die die Kreditkosten in die Höhe treiben. In diesem Beitrag klären wir dich über einige der Kostenfallen auf, auf die du achten solltest:

 

1. Bonitätsabhängiger Zinssatz

Banken werben häufig mit niedrigen Zinssätzen, zum Beispiel schon ab 1,5 %! Das klingt natürlich nicht schlecht und der Verbraucher stellt aufgrund dessen einen Kreditantrag. Handelt es sich um einen bonitätsabhängigen Kredit, so können die Zinsen jedoch wesentlich höher ausfallen, schließlich wirbt die Bank mit “ab” 1,5 % Zinsen. Deine Bonität setzt sich aus vielen verschiedenen Aspekten zusammen (Beruf, Schufa-Einträge etc.) und definiert deine Kreditwürdigkeit, welche die Höhe der Zinsen beeinflusst.

Ein Kredit ohne Schufa ist nur im Ausland zu erhalten, da Banken in Deutschland verpflichtet sind, vor Kreditvergabe den Schufa-Score zu prüfen. Wenn du gering verdienst oder dich noch in der Probezeit befindest, ist deine Bonität niedrig und du erhältst einen höheren Zinssatz, da das Ausfallrisiko für die Bank höher ist. Beim Kreditvergleich findest du folgenden Satz, der die Realität besser repräsentiert: „2/3 aller Kunden erhalten folgenden Zinssatz“.

So vermeidest du die Kostenfalle:

  • Du stellst eine Konditionsanfrage – Diese ist unverbindlich und wird nicht in der Schufa vermerkt.
  • Du nimmst einen bonitätsunabhängigen Kredit auf – Bonitätsunabhängige Kredite sind nicht sehr üblich, kann man aber im Internet finden.

 

2. Restschuldversicherung

Im Rahmen eines Gesprächs mit einem der Mitarbeiter der Bank wird dir angeboten, eine Restschuldversicherung abzuschließen. Diese soll dich und deine Familie absichern, wenn du arbeitslos oder berufsunfähig wirst. Klingt eigentlich ganz gut, es gibt jedoch mehrere Haken und die Verbraucherzentrale rät daher von Restschuldversicherungen ab. Zum einen macht diese den Kredit um etwa 10-15 % teurer (bei einer Summe von 100.000,- EUR Kredit sind das 10.000,- EUR), das sind immense Kosten! Zum anderen gibt es bei der Restschuldversicherung sehr viel Kleingedrucktes und Ausschlüsse, die dazu führen können, dass du im Notfall keine finanzielle Unterstützung erhältst.

Banken müssen die Restschuldversicherung nicht in den Zinssatz mit einberechnen, da es sich um eine kostenlose Zusatzoption handelt. Wer den Kreditvertrag unterzeichnet hat, der kann die Restschuldversicherung nicht mehr „zurückziehen“. Deswegen raten wir Kunden, Ausschau im Kreditvertrag nach dieser Versicherung zu halten und sie gegebenenfalls zu vermeiden.

 

3. Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Falle, die nicht allzu häufig vorkommt, aber eintreten kann, wenn der Kreditnehmer die Summe vor Ablauf des Kreditvertrags abbezahlt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn du einen Kredit umschulden möchtest oder durch ein Erbe den Kredit vorzeitig zurückzahlen kannst. Die Bank erhebt dafür einen Strafzins, die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung, da sie durch die vorzeitige Ablösung des Kredits Geld für die Zinsen verliert. Die Vorfälligkeitsentschädigung kann übrigens zwischen 1-3 % der Kreditsumme betragen. Ein gründlicher Kreditvergleich mit Vergleichsportalen wie Financer kann dabei helfen, Filter anzuwenden und einen Kredit mit den passenden Konditionen zu finden.

 

4. Vorkosten und Bearbeitungsgebühren

Vorkosten und Bearbeitungsgebühren sind nicht nur eine Kostenfalle, sondern auch ein Zeichen dafür, dass es sich um einen unseriösen Anbieter handeln könnte. Wenn der Anbieter also vor Abschluss des Kreditvertrags Kosten in Rechnung stellt, solltest du skeptisch sein. Bei Online-Vergleichen kann es vorkommen, dass eine Bearbeitungsgebühr entfällt, wenn der Kreditvertrag unterschrieben wird. Auch davon solltest du Abstand nehmen – ein seriöser Anbieter wird in der Regel keine Bearbeitungsgebühr erheben.

Auch bei Hausbesuchen und kostenpflichtigen Hotlines, die viel Geld aus der Tasche ziehen können, empfehlen wir dir, Abstand vom Angebot zu nehmen und dich nach einem anderen Anbieter umzusehen.

 

Exkurs – Kredit bei der Bank oder online? Wo sind die Kosten niedriger?

Viele Menschen in Deutschland sind skeptisch, wenn es um Kredite aus dem Internet geht. Zwar stimmt es, dass sich im Netz unseriöse Anbieter finden, aber trotzdem sind Online-Banken nicht weniger seriös als Filialbanken. Online-Banken haben keine Filialen, weniger Mitarbeiter und somit eine geringere Kostenstruktur als eine Bank mit großem Filialnetz. Sie können die geringeren Kosten auf die Kredite umlegen und ihren Kunden somit niedrigere Zinssätze als Filialbanken bieten.

 

Fazit

In vielen Lebenssituation kann sich ein Kredit lohnen und sogar eine gute Investition für die Zukunft sein, wenn dieser für einen sinnvollen Zweck aufgenommen wurde. Beim Kredit handelt es sich jedoch um eine vertragliche Vereinbarung, die eine zusätzliche Verantwortung bedeutet. Kostenfallen bei Krediten gibt es viele, zum Beispiel in Form von

Inhalte werden geladen
Written by Tommi